Pixelhobby Schlüsselanhänger basteln: was du brauchst und wie es geht

Pixelhobby Schlüsselanhänger basteln: was du brauchst und wie es geht

Ein Pixelhobby Schlüsselanhänger ist das kleinste fertige Projekt, das es bei uns gibt. Er passt in einen Abend, er kostet wenig Material, und am Ende hängt er sichtbar an deinem Schlüsselbund. Genau deshalb ist er für viele der Einstieg.

Hier steht, wie so ein Anhänger aufgebaut ist, wie viel Material du wirklich brauchst und welche Fehler beim ersten Mal Geld kosten.

Schlüsselanhänger oder Medaillon: dasselbe Teil, zwei Namen

Im Shop findest du diese Teile unter beiden Begriffen. Wir nennen die kleine Platte selbst Medaillon. Umgangssprachlich heißt das fertige Stück Schlüsselanhänger. Gemeint ist beides Mal das Gleiche.

Auch bei der Schreibweise gehen die Wege auseinander. Manche suchen nach Medallion, Medaillion oder Medalion, andere schreiben Pixelhobby getrennt als Pixel Hobby. Du landest mit allen Varianten richtig. Der Markenname wird korrekt in einem Wort geschrieben.

Wichtig für die Bestellung: Das Medaillon ist die Basisplatte. Du legst keine zusätzliche Platte hinein. Rundherum läuft ein erhöhter Rand, der die Pixel besser an Ort und Stelle hält als eine offene Basisplatte.

Wie groß ein Schlüsselanhänger ist

Die Pixelfläche fasst 11 mal 14 Pixel. Das sind 154 Pixel für ein komplettes Motiv.

Fertig misst das Medaillon 3 Zentimeter in der Breite und 4,2 Zentimeter in der Höhe, den Bogen mit dem Loch eingerechnet. Der Bogen selbst wird nicht bepixelt, er zählt zusätzlich zur Pixelfläche.

Für ein eigenes Foto ist diese Fläche zu klein. 154 Pixel reichen für ein Symbol, einen Buchstaben, ein Tier oder ein Muster, nicht für ein erkennbares Gesicht. Wenn du ein Foto pixeln willst, brauchst du eine normale Basisplatte.

Klar, transparent oder durchgefärbt

Das Standard-Medaillon ist klar durchsichtig, genau wie die normale Basisplatte. Daneben gibt es 25 Medaillonfarben. Neun davon sind durchsichtig, nämlich acht bunt eingefärbte und das klare. Die übrigen 16 sind durchgefärbt und damit blickdicht.

Bei einem durchsichtigen Medaillon kannst du die Vorlage darunterlegen. Musst du aber nicht. Die meisten legen die Vorlage neben sich und zählen die Felder ab, weil das Medaillon so klein und leicht ist, dass es auf der Vorlage ständig verrutscht.

Bei den Basisplatten ist das anders herum. Auf einer kleinen Basisplatte sitzen 576 Klassik-Pixel, auf einer normalen 40 mal 50 Pixel, also genau 2000. Da wird das Abzählen zu unsicher, deshalb gehört die Vorlage dort wirklich darunter. Nur bei der Bio Basisplatte geht das nicht, denn die ist weiß und nicht durchsichtig.

Für das Medaillon heißt das: Wähle die Farbe nach dem Motiv, nicht nach der Arbeitsweise.

Neu: das Herzmedaillon

Seit Kurzem gibt es Medaillons in Herzform. Sie fassen 151 Pixel und messen 4,8 Zentimeter in der Breite und 4 Zentimeter in der Höhe. Auch hier läuft ein erhöhter Rand rundherum, an den Ecken treppenförmig ausgeschnitten, damit die Herzform entsteht.

Zwei Unterschiede zum rechteckigen Medaillon solltest du kennen. Durch das Loch passt nur ein Schlüsselbändchen, keine Kugelkette und kein Ring. Und die Herzen gibt es nicht einzeln, sondern nur im Set mit vier Stück und Schlüsselbändchen, ohne Farben. Alle vier sind klar durchsichtig.

Weil die Fläche größer ist und der Rand treppenförmig verläuft, ist hier das Darunterlegen der Vorlage die bessere Wahl. Der Klebertipp von oben hilft dabei zusätzlich.

Der Trick gegen das Verrutschen

Das Medaillon schiebt sich beim Arbeiten über den Tisch. Dagegen hilft ein Klecks normaler Bastelkleber auf der Rückseite des Medaillons.

Wichtig: Der Klecks muss vollständig durchtrocknen, bevor du anfängst. Danach wirkt er wie eine Antirutschbeschichtung und das Medaillon bleibt liegen, wo du es hinlegst. Wenn du ihn später nicht mehr willst, lässt er sich einfach abrubbeln.

Wie viele Pixelquadrate du brauchst

Ein Pixelquadrat misst rund 6,1 mal 6,1 Zentimeter, in beiden Linien gleich. Die Pixel hängen darin an einem Gitter und werden einzeln herausgelöst. Wie viele Pixel darauf sitzen, ist dagegen unterschiedlich: bei Klassik sind es 140 Pixel pro Pixelquadrat, bei XL sind es 60.

Ein Schlüsselanhänger braucht 154 Pixel. Daraus folgen zwei Regeln, und die zweite wird häufiger übersehen.

Mindestens zwei Pixelquadrate. Ein einzelnes Klassik-Quadrat reicht rechnerisch nie für 154 Pixel.

Mindestens so viele Pixelquadrate wie Farben im Motiv. Ein Pixelquadrat hat genau eine Farbe. Ein Motiv mit fünf Farben braucht also fünf Quadrate, auch wenn die Pixelmenge in zwei passen würde. Wer nur nach der Menge bestellt, bekommt ein Motiv, das er nicht fertig stecken kann.

Bei unseren Klassik-Sets rechnen wir mit 135 statt 140 nutzbaren Pixeln pro Quadrat. Das ist ein Puffer aus der Anfangszeit, den wir beibehalten haben, weil auch uns beim Zusammenstellen mal ein Pixel vom Quadrat fällt. Du hast dadurch eher etwas mehr Material als zu wenig.

Was in einem Set enthalten ist

Ein Schlüsselanhänger-Set enthält standardmäßig ein Medaillon, eine Aufhängung, die passenden Pixelquadrate für das Motiv und eine Vorlage. Die Vorlage ist immer dabei und immer farbig.

Eine Pinzette ist in Medaillon-Sets nicht enthalten. Wenn du noch keine hast, leg sie separat dazu. Ohne geht es, mit geht es deutlich schneller.

Im kleinen Starter Set liegen statt Kettchen oder Bändchen Schlüsselringe bei.

Altersangabe: Medaillon-Sets sind laut Herstellerangabe ab 6 Jahren. Das gilt auch für Sets, in denen XL-Pixel enthalten sind, weil immer die strengere Angabe zählt. Für jüngere Kinder ist ein XL-Set auf einer normalen Basisplatte die passendere Wahl.

Die Aufhängung: Kettchen, Bändchen oder Ring

Die Schlüsselkette ist eine Kugelkette. Sie ist die schlichteste Lösung und liegt vielen Sets bei. Es gibt sie einzeln und in Farbe.

Das Schlüsselbändchen ist ein kurzes Band mit einem Karabiner, oft auch Schlaufenkarabiner genannt. Damit hängst du den Anhänger an eine Tasche oder einen Rucksack, ohne ihn abfädeln zu müssen. Erhältlich einzeln und im Set.

Der Schlüsselring ist der klassische Metallring, einzeln erhältlich.

Alle drei passen durch das Loch im Bogen. Du kannst die Aufhängung also jederzeit tauschen.

Klassik oder XL: hier entscheidet die Rechnung, nicht der Geschmack

Pixelhobby gibt es in zwei Größen. Klassik, oft auch Mini genannt, misst 2,5 mal 2,5 Millimeter pro Pixel. XL, auch Midi genannt, misst 5 mal 5 Millimeter. Ein XL Pixel deckt also genau vier Klassik-Pins ab, nämlich zwei mal zwei.

Und genau daran scheitert XL als alleinige Größe auf dem Schlüsselanhänger. Die Pixelfläche ist 11 Pins breit. 11 ist ungerade. Nach fünf XL-Pixeln bleibt eine Reihe von einem Pin übrig, die kein XL-Pixel mehr füllen kann.

Ein Schlüsselanhänger lässt sich also nicht rein mit XL bepixeln, wohl aber gemischt. Und das ist keine Notlösung, sondern ein Gestaltungsmittel. Du kannst zum Beispiel eine Blüte in Klassik stecken und die Blütenmitte mit einem einzigen XL-Pixel setzen.

Der Reiz liegt in der Höhe. Ein Klassik-Pixel ist 3 Millimeter hoch, ein XL-Pixel 4 Millimeter. Der gesetzte Akzent steht also einen Millimeter über der Fläche und ist mit dem Finger zu spüren. Wir nutzen das in einigen Medaillon-Sets bewusst.

Die Farbnummern sind in beiden Linien identisch. Die Farbe 100 ist in Klassik dasselbe Weiß wie in XL, die 441 dasselbe Schwarz. Du kannst also ohne Umrechnen kombinieren. Bei der Auswahl gibt es allerdings einen deutlichen Unterschied: Klassik gibt es in 314 Farben, XL in 36.

Welche Sets es gibt

Der Umfang reicht vom Einzelstück bis zur Sammlung. Es gibt Sets mit einem Medaillon und Sets mit zwei Medaillons. Es gibt Sets mit Klassik- und XL-Pixeln und einem oder zwei Medaillons. Es gibt Themen-Sets mit fünf Medaillons und Sets mit sechs Medaillons. Dazu kommen Ostereier-Sets mit Medaillons und Ostereier-Sets mit Medaillons und kleinen Basisplatten.

Für den Einstieg reicht ein Set mit einem Medaillon. Wenn du verschenken willst, sind die Themen-Sets die günstigere Rechnung pro Stück.

So gehst du vor

  1. Motiv aussuchen und Farben zählen. Die Anzahl der Farben bestimmt, wie viele Pixelquadrate du brauchst.
  2. Vorlage neben dich legen und beim Arbeiten abzählen. Bei einem durchsichtigen Medaillon kannst du die Vorlage auch darunterlegen, wenn dir das lieber ist.
  3. Mit einer Farbe beginnen und alle Felder dieser Farbe setzen, bevor du die nächste nimmst. Das ist schneller und du verzählst dich seltener.
  4. Vor dem letzten Handgriff prüfen, ob alle Felder besetzt sind.
  5. Kettchen, Bändchen oder Ring durch den Bogen ziehen.

Geklebt und gebügelt wird nichts. Die Pixel halten von allein, das ist der Punkt am ganzen System.

Und noch ein praktischer Hinweis: auf einer glatten Unterlage arbeiten. Dann rollt ein verlorenes Pixel nicht bis unter den Schrank.


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